Bergisch Gladbach | Fortbildung Sprachförderung

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Bildungswerk

Tel.: 0 22 02 / 24 52 96 + 97

Fax: 0 22 02 / 24 53 86

Mail: bildungswerk@awo-rhein-oberberg.de

 Die hier angegebenen Informationen finden Sie auch zum Herunterladen hier.

„Sprachbildung mit Kindern von 0 bis 6 Jahren“

Eine zentrale Bildungsaufgabe im pädagogischen Alltag stellt die Unterstützung der Sprachentwicklung des Kindes dar. Diese soll sich sowohl an der Lebenserfahrung als auch den individuellen Lebenssituationen der Kinder orientieren und in den pädagogischen Alltag integrieren. Damit möchte das Land Nordrhein Westfalen Kindern alle sprachlichen Anregungen mit auf den Lebensweg geben, die es für eine gute frühkindliche Entwicklung braucht. Denn eine gute sprachliche Grundlage ist der Schlüssel für seine weitere Entwicklung in verschiedenen Lebensbereichen.

Mit dem 1. KiBiz-Änderungsgesetz stellt der Gesetzgeber finanzielle Mittel für zusätzlichen Sprachförderkräfte (§16b) bereit. Die eingesetzten Fachkräfte sollen über nachgewiesene Erfahrungen und Kenntnisse in der Sprachbildung verfügen. Eine Qualifizierung im Rahmen des Bundesprogramms „Schwerpunkt Kitas: Sprache und Integration“ wird anerkannt.

Die 128 Unterrichtsstunden (incl. Literaturstudium und Vorbereitung sowie Durchführung eines Angebotes) umfassende Fortbildungsreihe möchte die Fachkräfte befähigen, das Sprachverhalten bei Kindern mit besonderem Bedarf in Alltagssituationen zu verbessern. In der Fortbildungsreihe wechseln Theorie und Praxis in einem angemessenen Rahmen ab.

Die Reihe findet an 16 Tage (incl. Literaturstudium und Vorbereitung eines Angebotes) statt.

Veranstaltungsort für alle Module:

AWO Bildungswerk, Rheinhöhenweg 9, Bergisch Gladbach.

Eine Dokumentationsmappe wird zur Verfügung gestellt.

 

Folgende 7 Module erwarten Sie:

 

  1. Sprachentwicklung und Sprachbildung für Kinder von 0 bis 6 Jahren

ErzieherInnen begleiten Kinder in einer sehr aktiven Phase der Sprachentwicklung. In der Regel entwickelt sich die Sprache der Kinder im Kindergartenalter enorm. In den ersten Lebensjahren sind Kinder besonders neugierig, sehr lernfähig und nehmen viele Eindrücke intensiv wahr. Durch Zuhören und Ausprobieren entdecken sie die Welt der Sprache. Sprachbildung findet in vielen Bereichen des Alltags statt und unterstützt Kinder maßgeblich in ihren Sprachfähigkeiten.

Deshalb gilt: Je umfassender das Wissen der ErzieherInnen in diesem Bereich ist, desto gezielter kann die Förderung greifen.

Inhalte sind:

  • Grundlagen für die Sprachentwicklung
  • Informationen zum Spracherwerb
  • Sprachbildendes Kommunikationsverhalten
  • Beurteilung und Dokumentation
  • Elternberatung

Leitung: Dorothea Pfeiffer-Will, Logopädin, personenzentrierte Kinderspieltherapeutin, NLP-Master, tätig in eigener Praxis sein 1990

Termine: Mo. 11.05. und Mi. 13.05.2015 sowie Mo. 28.09. und Mi. 30.09.2015,

jeweils von 09.00-16.00 Uhr (32 UStd.)

 

  1. Einbindung des Teams in die sprachpädagogische Arbeit I

Um im pädagogischen Alltag konzeptionell den Ansatz der Alltagsintegrierten Sprachbildung umzusetzen, sollte das gesamte Team einbezogen werden. Gemeinsam wird intensiv reflektiert, werden die Ressourcen „sprachferner“ Kinder und Eltern berücksichtigt sowie Möglichkeiten der Umsetzung erarbeitet und ausgelotet.

Hierbei ist es eine Kunst, als Zusatzkraft Teil des Teams einerseits zu sein und Beratungsfunktion andererseits im Team zu übernehmen.

Diesen Prozess werden wir klar strukturieren und gezielte Absprachen für die Umsetzung formulieren.

Gemeinsam werden Vorgehensweisen erarbeitet, wie Sie dies im pädagogischen Alltag praktizieren können.

Leitung: Rita Rabe, Erzieherin, Dipl.-Sozialpädagogin, zertifizierte Kinderschutzfachkraft und systemische Beraterin

Termin: Fr. 12.06.2015, 09.00-16.00 Uhr (8 UStd.)

 

 

  1. Mehrsprachigkeit

Vielfalt im Kindergarten – Mehrsprachigkeit, Kulturen- und soziale Vielfalt

Unsere vielfältige Gesellschaft spiegelt sich im Kindergarten wider. Hier treffen sich Kinder mit unterschiedlichen kulturellen, sprachlichen und sozialen Ressourcen. Für pädagogische Fachkräfte kann der „richtige“ Umgang mit dieser Vielfalt herausfordernd sein.

Als Einführung gehen wir unseren eigenen Einstellungen gegenüber der Vielfalt von Sprachen, Religionen, Kulturen und sozialen Milieus auf den Grund. Anschließend werden wir gemeinsam Ansätze der vorurteilsbewussten Erziehung und Bildung erarbeiten und diskutieren.

Der Schwerpunkt dieses Moduls liegt auf dem Phänomen Mehrsprachigkeit, denn viele Kinder wachsen mit zwei oder mehr Sprachen auf und in Bezug darauf gibt es immer noch viele Unsicherheiten und Vorurteile.

Wir beleuchten das Thema aus verschiedenen theoretischen Perspektiven: Warum haben Kinder mit Migrationshintergrund statistisch gesehen einen geringeren Bildungserfolg. Welche Formen von Mehrsprachigkeit gibt es? Unterscheidet sich der Spracherwerb eines mehrsprachigen von dem eines einsprachigen Kindes? Wie wichtig ist die Erstsprache für den Erwerb der Zweitsprache? Diese und viele andere Fragen werden wir gemeinsam mithilfe von wissenschaftlichen Erkenntnissen und vielen Beispielen beleuchten und diskutieren.

Dieses Wissen wenden wir anschließend auf den Kindergartenalltag an. Anhand von Fallbeispielen und praktischen Übungen soll gezeigt werden, wie ein positiver und bildender Umgang mit mehrsprachigen Kindern in der Praxis aussehen kann.

Ziel des Seminars ist es, Wege zu einem bewussten Umgang mit Mehrsprachigkeit und sozialer Vielfalt aufzuzeigen.

Leitung: Katarina Wagner, Sprachwissenschaftlerin. Sie hält Seminare und Workshops zu Themen wie „Mehrsprachigkeit“ „Mehrsprachige Erziehung“ sowie „Spracherwerb und Sprachförderung.

Termine: Mi. 26. und Do. 27.08.2015, 09.00-16.00 Uhr (16 UStd.)

 

  1. Sprachbildung durch Musik und Bewegung

Das Seminar zeigt auf wie mit einfachen Mitteln der Musikpädagogik der Spracherwerb spielerisch unterstützt werden kann. Kinder lieben es zu stampfen, zu singen und dabei kreativ zu werden. Gemeinsam im Rhythmus sein erzeugt ein besonderes Kraftfeld von Aktivität, Aufmerksamkeit, Lebensfreude, Kreativität und Gemeinschaft. Musikalisches Empfinden und die Fähigkeit zuzuhören und sich auszudrücken werden gefördert.

Inhalte sind:

  • Fingerspiele und Bewegungslieder für Kinder von 0 bis 6 Jahren
  • Lieder und rhythmische Sprüche kennen lernen und umtexten
  • Kindgerechte Rhythmusspiele
  • Sprache in Rhythmus und Bewegung
  • verrückte Stimmspiele
  • fröhliche Body-Percussion

Bitte bequeme Kleidung, eine Decke und Rhythmusinstrumente jeglicher Art wie Trommeln, Rasseln o.ä. mitbringen

Leitung: Nina Herwig, Dipl.-Sportlehrerin und Musikpädagogin

Termin: Di. 08. und Mi. 09.09.2015, 10.00-16.30 Uhr (16 Ustd.)

  1. Sprache und Bilderbuch

Bilderbücher sind für viele Kinder der erste Kontakt mit dem Medium Buch. Erkennen und Benennen erste Schritte auf dem Weg zum Spracherwerb. Durch das Vorlesen von bebilderten Geschichten, Gedichten, Sprachspielen u. a., das Betrachten der dazu gehörenden Bilder sowie das Sprechen über das gemeinsam Gesehene/Gelesene findet Sprachbildung und Sprachentwicklung statt, der Wortschatz wird „wie nebenbei“ erweitert und wesentliche Grundlagen des Spracherwerbs wie Konzentrationsfähigkeit, Wahrnehmung und Fantasie werden angeregt und geschult.

Darüber hinaus beantworten Bilderbücher Fragen und regen zum Nachdenken an. Sie sind wichtige Grundlage interkultureller Bildung und erlauben dem Kind eine eigene Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Thema. Bilderbücher sind Anlässe, miteinander zu sprechen, vermitteln Zugang zu Gefühlen und deren Ausdruck und regen zu kreativer Umsetzung an.

Leitung: Ursula M. Becker, Sonderpädagogin, Buchhändlerin, Leiterin Literarischer Werkstätten, Poesie- und Bibliotherapeutin (FPI), Referentin der Stiftung Lesen

Termine: Mi. 21.10. und Mi. 28.10.2015, 09.00-16.00 Uhr (16 UStd.), Präsenzpflicht 27.10.2015

 

 

  1. Spielen in der Sprachbildung

Über das Spiel erschließt sich das Kind die Welt, bildet sein Selbstkonzept und entwickelt seine Persönlichkeit. Das Seminar vermittelt, wie es gelingt über das Medium des Spiels sprachliche „Vorausläuferfähigkeiten“, Sprache und kommunikative Fähigkeiten zu fördern. Der Fokus liegt auf dem Zusammenhang zwischen den Stufen der Spielentwicklung und dem Erlernen bestimmter sprachlicher Fähigkeiten. Es werden konkrete Ideen zur praktischen Umsetzung erarbeitet, die verdeutlichen, wie Spielsequenzen entworfen und gestaltet werden können, um am Kind orientierte sprachpädagogische Ziele zu erreichen.

Inhalte sind:

  • Stufen der Spielentwicklung
  • „Vorausläuferfähigkeiten“ für den Spracherwerb in Zusammenhang mit der Spielentwicklung
  • Neurodidaktische und neurobiologische Grundlagen zum Lernen über das Spiel
  • Sprachbildungsplanung und deren praktische Umsetzung im Spiel
  • Einsatz von Handpuppen in sprachpädagogischen Spielsequenzen
  • Spielerische Lösungen im Umgang mit sprechängstlichen Kindern

Die TeilnehmerInnen werden gebeten am zweiten Tag ein Spielzeug bzw. Spielmaterial (kein Regelspiel) mitzubringen mit dem sie gerne arbeiten und/oder was Kinder fasziniert.

Leitung: Simone Wagener, Dipl.-Heilpädagogin

Termine: 03.11. und 04.11.2015, 09.00-16.00 Uhr (16 UStd.), Präsenzpflicht 10.11.2015

 


  1. Einbindung des Teams in die sprachpädagogische Arbeit II

An diesem Tag reflektieren wir, welche Erfahrungen Sie mit den Methoden des ersten Teils gemacht haben und welche Veränderungen Sie bei der Implementierung vorgenommen haben. Gemeinsam können aktuelle Fragestellungen erörtert werden, Ideen und Erfahrungen ausgetauscht sowie alternative Handlungskonzepte erarbeitet werden.

Termin: Fr. 27.11.2015, 09.00-16.00 Uhr (8 Ustd.)

Kurs Nr. GL15223

Insgesamt 120 UStd.

Kursgebühr: 997,00 € bei 10 Anmeldungen, 830,00 € bei 12 Anmeldungen und 720,00 € bei 14 Anmeldungen

Anmeldeschluss 17.04.2015

Bitte Anmeldeformular im Anhang benutzen